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Wenn jeder Cent umgedreht werden muss





Eine Spende in Höhe von 500 Euro überreichte Bürgermeister
Carsten Wewers an das Laden-Team um Rutz Witza und
Pastor Reinhard Vehring (r.). —
FOTO: BÖRGER-Sz

Die beste Nachricht wäre, es würde den „Laden“ überhaupt nicht geben. Die Realität ist aber eine andere. Im Hilfsprojekt an der Johanneskirche gibt es weiter reichlich Arbeit.
Ein Ort der Menschlichkeit

Und es ist eine Arbeit, die auf möglichst vielen Schultern verteilt werden muss. Rund 80 Ehrenamtliche engagieren sich inzwischen für das ökumenische Projekt, das Menschen in Not auf vielfältige Weise hilft – sei es mit Lebensmitteln, Kleidung oder Haushaltswaren.
Ohne den „Laden“, das steht fest, würde vieles in Sachen Unterstützung für Bedürftige nicht so reibungslos funktionieren. Ein Dankeschön-Abend wie jetzt am Montagabend im evangelischen Gemeindezentrum unterstreicht das deutlich, wie auch Bürgermeister Carsten Wewers in seiner Ansprache betont. Eine Spende in Höhe von 500 Euro hat er im Gepäck. Auf Weihnachtspostkarten wird im Rathaus verzichtet, der Betrag soll lieber in das „Laden“-Projekt investiert werden.
Neben Wewers sitzt Peter Weidensee. Der Mann ist nur ein Beispiel dafür, welch ausgefeilte Organisation inzwischen in dem Projekt steckt. Weidensee managt im Büro die Ausweisausgaben und -verlängerungen. „Wir sind inzwischen personell sehr gut aufgestellt“, sagt er. Einzig im Fahrerteam könne man noch den einen oder anderen Helfer gebrauchen. Die Zahlen, die Weidensee auf den Tisch bringt, sind ein deutliches Indiz dafür, dass es in Oer-Erkenschwick weiter Menschen gibt, die auf Initiativen wie den „Laden“ angewiesen sind. Aktuell gibt es 281 gültige Kundenausweise, im Umlauf sind aber sogar insgesamt 386. Hinter jeder Person, die mit dem Ausweis einkauft, steht oft eben auch eine Familie oder ein größerer Haushalt.
Aktuell werden daher 763 Personen unterstützt, darunter sind 296 Kinder. Vier Jahre ist es her, da lag die Zahl der Bedürftigen bei rund 1000. Die Zahl der Asylbewerber ist zwar auch in OE inzwischen rückläufig. Doch der „Laden“ ist lange nicht überflüssig. Das Projekt hat sich etabliert – im Haus Goethestraße 2 gegenüber der Johanneskirche wird deutlich, dass es um die Spendenbereitschaft immer noch ordentlich bestellt ist. Aber ist dieses „ordentlich“ immer auch ordnungsliebend? Jüngst wurde in Bochum-Wattenscheid bekannt, dass die ehrenamtlichen Mitarbeiter bei der dortigen „Tafel“ mächtig Frust schieben. In den Paketen, die Privatpersonen in der Adventszeit für Bedürftige abgaben, befanden sich vermehrt unbrauchbare, kaputte Dinge: Abgetragene Kinderschuhe, kaputtes Spielzeug, löchrige Altkleider – alles war dabei. Die „Tafel“ entschloss sich, keine Weihnachtsspenden mehr anzunehmen.
Es ist ein Ausnahmefall – und auch an der Goethestraße wird der Betrieb in den kommenden Wochen wie gewohnt weiterlaufen. Birgit Händel ist verantwortlich für den Bereich Kleidung. Dass dort Sachen abgegeben werden, die absolut nicht mehr zumutbar sind, erlebt sei auch, es ist aber nicht Alltag, sagt sie. Spenden nimmt sie weiterhin an – wie auch Renate Jendreiko, die bei den Haushaltswaren den Überblick hat.

Quelle: Stimberg-Zeitung (J.Börger) 27.11.2019

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Aktualisiert am: 27 Nov 2019

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